Kommunales Integrationszentrum

Kommunales Integrationszentrum

Mein Leserbrief zur Weigerung der CDU, ein kommunales Integrationszentrum einzurichten:

Die Kreis-CDU sieht also keine Notwendigkeit, ein kommunales Integrationszentrum einzurichten. Hat die CDU da wohl all die ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Tätigen gefragt? Hat sie die gefragt, die in den Bildungseinrichtungen mit Migranten arbeiten? Hat sie mit all denen gesprochen, die sich für eine berufliche Integration von Migranten einsetzen? Es geht wohl eher darum, dass die Initiative für ein solches Zentrum von den „falschen“ ausging. Die Landesregierung hat diese Zentren eingerichtet, um in den Kreisen Ansprechpartner für eine Integrationspolitik zu haben. Sie lässt den Kreisen große Spielräume bei der Einrichtung der kommunalen Integrationszentren. Sowohl die genaue Tätigkeit der 5,5 Stellen, als auch der konkrete Arbeitsort können mit einem gemeinsam erstellten Konzept weitgehend frei gestaltet werden. Lediglich organisatorisch müssen die Mitarbeiter zusammengehören.

Die Aufgaben sind der Landesregierung so wichtig, dass sie die Kosten für die 5,5 Stellen komplett übernimmt. 49 der 54 Kreise und kreisfreien Städte haben dankend angenommen. Aber die CDU schlägt dieses Angebot aus, offenbar ohne sich überhaupt intensiv damit zu beschäftigen. Dabei ist so ein Zentrum genau das, was der Kreis bräuchte. Die Einrichtung einer kreiseigenen Stelle auf Kosten der 24 Kreisgemeinden ist dabei reine Geldverschwendung und in der Sache nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Weitere Infos zur CDU-Position: WN-Artikel vom 14.5.2015

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